Abteilung Strafrecht

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Projekte

 


I. Grundlagen

Schuld ist zentraler Angelpunkt des gegenwärtigen deutschen Strafrechts: als Voraussetzung für Strafe, Garantie des verfassungsrechtlichen Schuldprinzips und Inbegriff der systemischen Grundentscheidung für ein sog. Schuld­straf­recht. Die Kategorie der Schuld im Verbrechensaufbau beantwortet – nach… mehr

Obwohl die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit empirischen Disziplinen auch für die Rechtswissenschaft immer wichtiger wird, ist es bisher noch nicht gelungen, die Erkenntnisse empirischer Wissenschaften in dem rechtswis­sen­schaft­li­chen Kernbereich der Methodenlehre und der Dogmatik zu… mehr

II. Transnationale Strafrechtstheorie

Obwohl sich die internationale wissenschaftliche Diskussion über den Begriff der Strafe immer noch fast aus­schließ­lich auf Freiheitsstrafen konzentriert, zeigen Statistiken, dass die Hauptstrafe in den europäischen Straf­rechtssystemen – zumindest in quantitativer Hinsicht – die Geldstrafe ist. In… mehr

Während eine Antwort auf die Frage, ob es gerecht ist, den Versuch einer Straftat milder zu bestrafen als ihr erfolgs­rei­ches Pendant, im anglo-amerikanischen Rechtsraum beinahe zum Pflichtprogramm eines jeden auf dem Gebiet der Rechtsphilosophie tätigen Wissenschaftlers gehört, wird die… mehr

III. Die Rolle des Strafrechts in fragmentierten Gesellschaften

Immer häufiger beschreiben Soziologen und Kultursoziologen plurale, multi­kul­tu­relle und fragmentierte Gesell­schaf­ten. Die Migration ist einer der Faktoren, die zu diesen Phänomenen beitragen. Dieses Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, den Einfluss der oben erwähnten… mehr

In den letzten Jahren sind außergerichtliche Streitbeilegungen innerhalb von Minderheiten (sogenannte Parallel­justiz) zunehmend zum Gegenstand der öffentlichen Debatte in Deutschland geworden. Von Laien wie von Exper­ten werden derartige Mechanismen kritisch gesehen: Sie werden… mehr

IV. Aktuelle Herausforderungen

Welche Kriterien werden von der Bevölkerung akzeptiert, wenn die Coronakrise Ärzte dazu zwingt, Triage vor­zuneh­men? Prof. Elisa Hoven von der Universität Leipzig hat mit Unterstützung des Max-Planck-Instituts eine Umfrage durchgeführt. Hier sind die Ergebnisse. mehr

Zahlreiche Länder erlebten und erleben während der Covid-19 Pandemie einen Mangel an lebensrettenden Res­sour­cen, einschließlich im Hinblick auf die Ausstattung (z.B. Beatmungsgeräte) und die freien Bettenkapa­zi­tä­ten auf Intensivstationen. Aus diesen Situationen ergeben sich schwierige ethische… mehr

Rechtsradikalismus ist eine ernstzunehmende akute Gefährdung der demo­kra­ti­schen Zivilgesellschaft. Dringend stellt sich die Frage, wie gesellschaftspolitisch und rechtsstaatlich darauf zu reagieren ist, sowohl in präventiver wie auch in pönalisierender Hinsicht. Dabei kommt auch dem Strafrecht… mehr

Wieder einmal steht eine Richtungsentscheidung über das Ideal der Reha­bi­li­tation in der Strafjustiz an. Im Laufe des 20. Jahrhunderts waren verschiedene normative Modelle zur Rehabilitation theoretisch entwickelt und um­gesetzt worden. In letzter Zeit tendieren Rechtswissenschaft und… mehr

Die Suche nach alternativen Herangehensweisen an kriminelles Verhalten zählt zu den vordringlichsten Heraus­forder­un­gen für die überwiegende Mehrheit der Strafrechtssysteme. Immer mehr wächst die Erkenntnis, dass die Zahl der In­haf­tier­ten das gesellschaftliche Versagen an einem effektiven… mehr

Das Phänomen der häuslichen und geschlechts­be­zo­genen Gewalt gegen Frauen geht quer durch alle Gesell­schafts­schich­ten und Länder. So waren auch 31,5% aller italienischen Frauen zwischen 16 und 70 (6.788.000) in ihrem Leben bereits Opfer kör­per­licher oder sexueller Gewalt. Fast die Hälfte… mehr

Das Phänomen der häuslichen und geschlechts­be­zoge­nen Gewalt gegen Frauen geht quer durch alle Gesell­schafts­schichten und Länder. So waren 2014 EU-weit 33% aller Frauen zwischen 18 und 74 in ihrem Leben bereits Opfer von körper­li­chen oder sexuel­len Übergriffen. Neben der körperlichen und… mehr

Das Projekt „NetzDG und Menschenrechte“ beschäftigt sich mit dem Regelwerk des am 1. Oktober 2017 in Kraft getretenen Gesetzes zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken (Netzwerkdurchsetzungs­gesetz – NetzDG) sowie seiner aktuellen Novellierung durch das Gesetz zur Bekämpfung… mehr

Grund und Reichweite des Vorrangs staatlicher Verfahren beim rechtfertigenden Notstand mehr

Leihmutterschaft ist eine national wie international kontrovers diskutierte Mög­lich­keit der assistierten Kinder­wunsch­erfüllung. Nach deutschem Recht ist sowohl die medizinische Unterstützung zur Herbeiführung der Schwan­gerschaft einer Leihmutter als auch die Vermittlung von Leihmutter und… mehr

V. Sexuelle Autonomie und Sexualdelikte

In den zehn Jahren seit 2010 gab es im deutschen Strafgesetzbuch zahlreiche Änderungen im Abschnitt über die Sexualstraftaten. Der umfassendste Kommentar zu diesen Entwicklungen findet sich im „Leipziger Kommentar Strafgesetzbuch: StGB“. Dieser Kommentar sammelt und analysiert die politischen… mehr

Herkömmliche Strafvorschriften definierten den sexuellen Übergriff als ein Verbrechen, das die Anwendung oder Androhung von Gewalt verlangt. Die Paradigmen haben sich jedoch verändert: Im Fokus heutiger Rechtsreformen steht in verschiedenen Ländern die fehlende Einwilligung (sexual acts without… mehr

Vergewaltigung und andere sexuelle Übergriffe werden schon lange nicht mehr als Angriffe auf die (weibliche) Ehre, sondern als Verletzungen des grund- und menschenrechtlich geschützten Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung verstanden. Mit der sexuellen Selbstbestimmung als dem zu schützendem… mehr

Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit der Frage, ob die fahrlässige Begehung von Handlungen nach § 177 StGB strafbar sein sollte.
Diese Frage stellt sich, da ein Täter, der einem Tatbestandsirrtum hinsichtlich des entgegenstehenden erkennbaren Willens oder den anderen Tathandlungen der § 177… mehr

VI. Übersetzungen ausländischer Strafgesetzbücher

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