Prof. Dr. Dietrich Oberwittler

Forschungsgruppenleiter
Independent research group Space, Contexts, and Crime
Kriminologie
+49 761 7081-219

Forschungsinteressen

Diet­rich Ober­witt­ler ist So­zio­lo­ge mit For­schungs­schwer­punk­ten in den Ge­bie­ten so­zi­al­räum­li­che Kon­tex­te der Kri­mi­na­li­tät, Ju­gend­de­lin­quenz, Po­li­zei-, Ge­walt- und Op­fer­for­schung, so­wie in­ter­na­tio­na­le Ver­glei­che und quan­ti­ta­ti­ve Me­tho­den. Er lei­te­te meh­re­re For­schungs­pro­jek­te zu den Ef­fek­ten von Stadt­vier­tel- und Schul­kon­tex­ten auf Ju­gend­de­lin­quenz, zu Un­ord­nung, Un­si­cher­heits­wahr­neh­mun­gen und kol­lek­ti­ver Wirk­sam­keit in Wohn­ge­bie­ten, zur Be­zie­hung zwi­schen Po­li­zei und Ju­gend­li­chen in Frank­reich und Deutsch­land, zu Eh­ren­mor­den und Ho­mi­zid-Sui­zid, und war am Deut­schen Vik­ti­mi­sie­rungs­sur­vey 2012 be­tei­ligt. In­ter­na­tio­nal ar­bei­tet er zu­sam­men mit Science Po/CNRS (Uni­ver­si­tät Gre­no­ble), mit der Pe­ter­bo­rough Ado­le­scent and Young Adult De­ve­lop­ment Stu­dy (PADS+) der Uni­ver­si­tät Cam­bridge, und mit der Aus­tra­li­an Com­mu­ni­ty Ca­pa­ci­ty Stu­dy (AC­CS) an der Uni­ver­si­tät Queens­land.

Vita

Nach dem Stu­di­um der So­zi­al­wis­sen­schaf­ten und Ge­schich­te an den Uni­ver­si­tä­ten Müns­ter und Bonn und dem Uni­ver­si­ty Col­le­ge Lon­don pro­mo­vier­te Diet­rich Ober­witt­ler an der Uni­ver­si­tät Trier mit ei­ner Ar­beit über die Ent­wick­lung der Ju­gend­kri­mi­nal­po­li­tik in Deutsch­land und Eng­land zwi­schen 1850 und 1920. Ab 1997 ar­bei­te­te er in der Ab­tei­lung Kri­mi­no­lo­gie des Max-Planck-In­sti­tuts für aus­län­di­sches und in­ter­na­tio­na­les Straf­recht in Frei­burg, und ab 1999 un­ter­rich­te­te er So­zio­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Frei­burg. Von 2004 bis 2006 war er Ma­rie-Cu­rie-Fel­low am In­sti­tu­te for Cri­mi­no­lo­gy der Uni­ver­si­tät Cam­bridge (GB) und ar­bei­te­te dort im SCo­PiC Net­work und der PADS+ Stu­die un­ter der Lei­tung von Pro­fes­sor Per-Olof Wikström. 

Diet­rich Ober­witt­ler kehr­te 2006 als Se­ni­or Re­se­ar­cher an das Max-Planck-In­sti­tut Frei­burg zu­rück und ha­bi­li­tier­te sich im glei­chen Jahr im Fach So­zio­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Bie­le­feld. Nach­dem er dort bis 2008 Pri­vat­do­zent war, wur­de die­ser Sta­tus 2008 an die Uni­ver­si­tät Frei­burg über­tra­gen. 2008 wur­de er zum For­schungs­grup­pen­lei­ter (W2) am Max-Planck-In­sti­tut er­nannt, und 2015 wur­de er zum au­ßer­plan­mä­ßi­gen Pro­fes­sor am In­sti­tut für So­zio­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Frei­burg er­nannt. Seit 2019 lei­tet er am Max-Planck-In­sti­tut die un­ab­hän­gi­ge For­schungs­grup­pe Space, Con­texts, and Cri­me.


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Projekte

Das zen­tra­le Ziel der Stu­die „Kri­mi­na­li­tät, Un­si­cher­heit und so­zia­le Dy­na­mi­ken städ­ti­scher Wohn­ge­bie­te“ ist es, die Be­zie­hun­gen zwi­schen Kri­mi­na­li­täts­pro­ble­men und der so­zia­len Ent­wick­lung von städ­ti­schen Wohn­ge­bie­ten im Quer- als auch Längs­schnitt bes­ser zu ver­ste­hen. Zen­tra­le Fra­gen sind: Wie neh­men… mehr

Das Projekt untersucht die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Kriminalitäts­entwick­lung am Beispiel Baden-Württembergs während der Jahre 2019 bis 2021. Hierzu werden raum-zeitliche Analysen der Kriminalitätsentwicklung im Zusammenhang mit Mobilitätsdaten und einer Vielzahl sozio­ökono­mi­scher und geographischer… mehr

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