Open Science

Open Science ist ein Grundpfeiler unserer Arbeit am Institut. Für uns heißt das: Ergebnisse und Prozesse so offen zu teilen, dass sie für andere frei zugänglich und nachprüfbar sind – und damit wissenschaftliche Genauigkeit, Reproduzierbarkeit und Replizierbarkeit stärken. So steigern wir Qualität und Effizienz der Forschung, fördern nationale und internationale Zusammenarbeit und erhöhen die gesellschaftliche Wirkung unserer Arbeit.

Open Access

Wir ermutigen unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ihre Ergebnisse der wissenschaftlichen Gemeinschaft und der breiten Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen. 

Dazu gehören:

  • Zentral verwaltete Open-Access-Gold-Vereinbarungen, die von der Max-Planck-Digitalbibliothek (MPDL) ausgehan­delt wurden und die Open-Access-Publikationskosten bei zahlreichen Verlagen abdecken.
  • Die Hinterlegung von Publikationen in MPG.PuRe, dem Publikationsrepositorium der Max-Planck-Gesellschaft.
  • Eine Fördermitgliedschaft sowie der Status als Gründungsinstitution bei CrimRxiv, dem globalen Open-Access-Hub und -Repositorium für Kriminologie, an dessen Gründung wir im Oktober 2023 beteiligt waren.

Offene Materialien und Software

Wann immer möglich stellen wir Forschungsmaterialien und Software frei zur Verfügung. Insbesondere veröffentlichen wir Software und Szenarien für virtuelle Umgebungen (Virtual Environments, VE), um deren Wiederverwendung und Weiterentwicklung zu ermöglichen und so die Reproduzierbarkeit sowie Sammlungen standardisierter Stimuli in der Kriminologie zu fördern. Die für das ABISS-Projekt entwickelte VE ist auf der Projektseite 360º Virtual Scenario Method verfügbar. Diese Praxis werden wir auf weitere Projekte ausweiten.

Forschungsdatenmanagement

Im Jahr 2022 führte das Institut verbindliche Regeln zum Forschungsdatenmanagement (Research Data Management RDM) ein, die sich an den FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable/auffindbar, zugänglich, inter­operabel, wiederverwendbar) orientieren. Sie gelten für alle empirischen Forschungsprojekte und umfassen:

  • Die Erfassung von Metadaten in der internen RDM-Datenbank und deren Veröffentlichung über DataCite mit einer stabilen DOI – so sind Projekte von Beginn an sichtbar.
  • Die Speicherung pseudonymisierter oder anonymisierter Datensätze im internen Archiv nach Projektabschluss; sofern die Sensibilität der Daten dies zulässt, wird die Hinterlegung in einem externen Repositorium nachdrücklich empfohlen.
  • Soweit möglich, die Vorregistrierung von Projekten auf Plattformen wie dem Open Science Framework, um Hypothesen, Studiendesigns und Analysepläne vor der Datenerhebung öffentlich zu dokumentieren.

Der Koordinator für Forschungsdatenmanagement und Datenschutz des Instituts ist Dietrich Oberwittler.

Open-Science-Botschafterin

Seit Juni 2026 fungiert Sera-Maren Wiechert im Rahmen des Open-Science-Botschafterprogramms (OSAP) der Max-Planck-Gesellschaft als Open-Science-Botschafterin des Instituts. Sie unterstützt die Umsetzung des Programms, kuratiert Ressourcen/Materialien im Internet und vernetzt das Institut mit der breiteren Max-Planck-Open-Science-Community.

Open Criminology Award

Das Institut sponsert den MPI-CSL Open Criminology Award, der sich an etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler richtet. Der Preis wird jährlich vom European Network for Open Criminology (ENOC) verliehen und würdigt herausragende Beiträge zu Open-Research-Praktiken in der Kriminologie.

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