Einschussloch an Betonwand

Behavioral Economics of Crime and Conflict

Unabhängige Forschungsgruppe

Wie kommt es, dass wir Menschen diejenigen sozialen Tiere sind, die als einzigartig kooperativ, kulturfähig und zivilisiert aus der Evolution hervorgegangen sind? Wie kommt es, dass wir gleichzeitig unser eigener ärgster Feind sind – uns gegenseitig entmenschlichen, unterdrücken, ausbeuten und bekämpfen? Und vor allem: Wie können wir verhindern, dass die Interessenkonflikte, die alle menschlichen Gesellschaften unweigerlich durchdringen, zu Se­gre­gation, Unterdrückung, Gewalt und Krieg eskalieren?
Die Forschung der Gruppe trägt dazu bei, diese grundlegenden Fragen zu beantworten. Wir nutzen unsere metho­di­sche Expertise in Verhaltensökonomik, insbesondere formale Modellierung, Verhaltensexperimente und an­ge­wandte Mikroökonomik, um die Schattenseiten menschlichen Verhaltens zu untersuchen – zum Beispiel: Dis­kri­mi­nie­rung, Ausbeutung, Gewalt und Konflikt. Darüber hinaus liefern wir ökonomische Analysen und Politik­empfeh­lun­gen in den Anwendungsbereichen unserer Forschung. Wir sind ein junges, hoch engagiertes und inter­dis­zi­pli­nä­res Forschungsteam mit dem Ziel, theoretisch fundierte und transparente Spitzenforschung zu betreiben, die den Standards von Open Science entspricht.

Bild: © iStock.com/Dontstop


Projekte

Projektleitung: Hannes Rusch
Sklaverei und andere Formen der kooperativen Ausbeutung begleiten uns seit der Antike und haben unzähligen Generationen unvorstellbares Leid zugefügt. Und obwohl Sklaverei heute weltweit geächtet ist, verursachen ihre modernen Nachfolger weiterhin schwerwiegende Schäden für Millionen von Menschen.

Co-Projektleitung: Hannes Rusch
Die unsichtbaren Folgen von Cyberkriminalität reichen weit über vereinzelte schlagzeilenträchtige Hacks hinaus. Finanzielle Verluste sind dabei nur der An­fang: Jeder Angriff zieht Kreise, führt zu psychischen Belastungen, verursacht Reputationsschäden und verunsichert die Öffentlichkeit ein kleines Stück mehr.

Projektleitung: Hannes Rusch
Individuelle Lebenschancen in Europa hängen de facto von Gruppen­mit­glied­schaf­ten ab, die de jure keine Rolle spielen sollten – was z. B. EU-Kommis­sions­präsi­den­tin Ursula von der Leyen veranlasste, Anstrengungen zur Beantwortung der Frage zu fordern: „Weshalb verschwinden Rassismus und Diskriminierung nicht aus unseren Gesellschaften?“

Mitarbeit: Hannes Rusch, Julia Teufel
Im anwendungsorientierten Projekt „PV“ überführen wir die Erkenntnisse aus dem EU-geförderten Projekt „DISGRID“ in die Praxis. Ziel ist die maßge­schnei­derte Verbesserung der Ausbildung an der Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt mithilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden.

Projektleitung: Matthias Burghart, Hannes Rusch, Isabel Thielmann
Können psycho­lo­gische Testverfahren zur Erfassung individueller Unter­schie­de bestehende Auswahlprozesse der Landespolizeien in Deutschland sinnvoll ergänzen? – Die Landespolizeien in Deutschland erhalten jährlich tausende Bewerbungen und müssen daraus die am besten geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für den Polizeidienst auswählen. In…

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