Tetal, C. (2008). Analyse von Deliktsähnlichkeiten auf der Basis von Individualdaten der Freiburger Kohortenstudie (Vol. K 141) Schriftenreihe des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht : Kriminologische Forschungsberichte. Berlin: Duncker & Humblot. doi:10.30709/978-3-86113-093-2
In der Kriminologie wird meist nur untersucht, wie häufig Straftaten, allgemein oder differenziert nach einzelnen Deliktskategorien, vorkommen. Muster von Straftaten werden aber seltener analysiert. Jedoch könnte gerade die Kenntnis über Muster von Straftaten zum Verständnis der Ursachen von Straftaten beitragen und dadurch gegebenenfalls auch die Prävention verbessern. Ziel dieses Projektes ist es, Ähnlichkeiten von Delikten empirisch anhand der Daten der Freiburger Kohortenstudie zu bestimmen. Dafür wird untersucht, welche Kombinationen von Delikten innerhalb von kriminellen Karrieren besonders häufig (bzw. selten) auftreten. Es werden Analysen zu Spezialisierung in mehrfachem Sinne durchgeführt. Zum Einen wird Spezialisierung innerhalb einzelner Deliktskategorien untersucht, zum Anderen wird der Zusammenhang verschiedener Deliktskategorien mit dem Ziel erforscht, typische Deliktsmuster zu bestimmen, innerhalb derer es auch zu Spezialisierungen kommt.