Frau, die in der Menge der Pendler (Fußgänger) steht.

Strafverfolgung in der Praxis

Gesellschaften befinden sich in stetigem Wandel, und mit ihnen verändern sich die Bedin­gun­gen, unter denen Recht entsteht, angewandt und verstanden wird. Diese Entwicklungen betref­fen nicht nur das materielle Strafrecht, sondern ebenso die Verfahrensregeln, die den Ablauf von Strafverfahren und die Entscheidungen der Strafver­fol­gung bestimmen. Um das Verhältnis zwischen rechtlichen Normen und gesellschaftlichen Entwicklungen zu erfassen, reicht die Betrachtung gesetzlicher Bestimmungen allein nicht aus. Ebenso notwendig ist der Blick auf die praktischen Zusammenhänge, in denen diese Normen im Arbeitsalltag der Strafverfolgungsbehörden interpretiert und umgesetzt werden.
Hier setzt das Projekt an. Im Zentrum stehen das Strafverfahren und die Frage, wie Ent­schei­dungen in der Straf­ver­fol­gung entstehen, welche organisatorischen, institutionellen und professionellen Rahmenbedingungen sie prägen und wie diese Bedingungen die Anwendung verfahrensrechtlicher Vorgaben in der Praxis beeinflussen. Auf der Grundlage dieser empirischen Erschließung sollen Überlegungen zu möglichen Wegen einer Weiterentwicklung des Verfahrensrechts angestellt werden.

 

Forschungsergebnis: Habilitation
Forschungsschwerpunkt: III. Strafrecht in fragmentierten Gesellschaften
Projektsprache: Deutsch
Bild: © iStock.com/gremlin

Weitere interessante Beiträge

Zur Redakteursansicht