Die zunehmende Pluralisierung in der Gesellschaft stellt für die Ausbildungs- und Personalpolitik der Polizeien des Bundes und der Länder eine Herausforderung dar. Das neue Forschungsprojekt "ZuRecht – Die Polizei in der offenen Gesellschaft" geht der Fragestellung nach, wie die Polizei den gesellschaftlichen Wandel und die Vielfalt von Kulturen, Religionen, Wertvorstellungen und Verhaltenskodizes in ihrer Ausbildungs- und Personalpolitik abbilden kann.
Das Projekt wird vom Centre for Security and Society (CSS) der Universität Freiburg und der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) getragen. Das Freiburger Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht unterstützt das Projekt als assoziierter Partner. Unterstützt wird das Projekt auch von den Polizeien der Bundesländer, dem Bundeskriminalamt und der Bundespolizei, die für das Forschungsprojekt entsprechende Daten zur Verfügung stellen werden.
Das Projekt “ZuRecht – Die Polizei in der offenen Gesellschaft“ untersucht nicht nur, wie sich eine pluralisierte Gesellschaft auf die deutsche Polizei auswirkt, sondern auch welchen Einfluss die Polizei auf die offene Gesellschaft haben kann. Mit Blick auf Verbindungen und Wechselwirkungen, werden der Zugang zum Polizeidienst sowie die sozial-kulturellen Herausforderungen und Kompetenzen der Polizei empirisch, rechtswissenschaftlich, demokratietheoretisch und organisationssoziologisch untersucht. Die disziplinären Forschungsergebnisse werden mit Blick auf gemeinsame, übergeordnete Fragestellungen resümierend analysiert. Die Unterstützung der Polizeien der Länder und des Bundes ermöglicht den Austausch und die Diskussion von Perspektiven und Forschungsergebnissen zwischen der Organisation und dem Forschungsprojekt.
Forschungsergebnisse: mehrere Dissertation, von diesen zwei rechtswissenschaftliche Dissertationen an der Universität Freiburg sowie mehrere Info-Briefe, Studienpapiere, Trainingmanuals und Guidelines, die die Forschungsergebnisse für die Praxis aufbereiten.
Förderung: Stiftung Mercator.
www.projekt-zurecht.de