Zulässigkeit elektronischer Beweismittel in Strafverfahren © Roger Koeppe

Lorena Bachmaier Winter, Professorin für Verfahrensrecht an der Universidad Complutense in Madrid und langjährige Gastwissenschaftlerin am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht, wurde vom European Law Institute (ELI) zur Direktorin des internationalen Forschungsprojekts über die Zulässigkeit elektronischer Beweismittel in Strafverfahren in der Europäischen Union ernannt. Damit ist sie die erste Spanierin und aktuell einzige Frau, die ein ELI-Projekt leitet.


Lorena Bachmaier Winter steht einem Team vor, das sich aus Professor/innen, Staatsanwält/innen, Richter/innen und Rechtsanwält/innen aus ganz Europa zusammensetzt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Regeln und Standards für den Ausschluss von Beweismitteln mit besonderem Schwerpunkt auf elektronischen Beweismitteln zu erarbeiten. Die Ergebnisse werden als Grundlage in die Gesetzgebung auf der Ebene der Europäischen Union einfließen.  

Das ELI mit Sitz in Wien gilt als eine der renommiertesten Forschungsinstitutionen zum europäischen Recht. Das 2011 gegründete Institut ähnelt in seiner Funktionsweise dem 1923 gegründeten American Law Institute, das in der Vergangenheit zu Texten wie der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen beigetragen hat.

Lorena Bachmaier Winter war in den Jahren 2002 und 2003 Humboldt-Stipendiatin am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht (damals noch unter dem Namen Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht). Seitdem kehrt sie regelmäßig nach Freiburg zurück, um an verschiedenen Forschungsprojekten mitzuarbeiten. Am Max-Planck-Institut fühlt sie sich nach eigenen Worten „akademisch zu Hause“.