„Warum Deutschland bei der Geldwäsche-Bekämpfung hinterherhinkt“

Intransparenz, mangelnde Aufsicht und ineffektive Strafverfolgung – Deutsch­land gilt als Geldwäscheparadies, heißt es in einem Bericht des „Deutschland­funk“. Experten kritisieren darin, dass es der Organisierten Kriminalität – trotz einiger Gesetzesänderungen – noch immer zu leicht gemacht werde. Die Aufsicht über Immobilienmakler*innen und Notar*innen reiche für eine effektive Bekämpfung bei Weitem nicht aus. Ein weiteres Problem sei, dass Polizei und Staatsanwaltschaft Geldwäsche nur dann verfolgten, wenn eine kriminelle Vortat bekannt sei.


Senior Researcher und Geldwäschebekämpfung-Experte Benjamin Vogel geht davon aus, dass in Deutschland „sehr, sehr mäch­ti­ge Player der organisierten Kriminalität“ aktiv seien. Er warnt: In der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass diese Player es nicht nur bei Investitionen belassen, sondern „früher oder später ihre gesellschaftliche Macht“ ausbauen.

Radio-Bericht


  • Dr. Benjamin Vogel leitet Forschungen zu illegalen Finanzflüssen am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht.