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News Artikel 'Special Issue über Predictive Security Technologies' bearbeiten
Special Issue über Predictive Security Technologies © Pixabay

Chancen und Risiken von Predictive Security Technologies


Technologien, die dabei helfen sollen, potenzielle Straftäter zu identifizieren oder künftige Straftaten vorherzusehen – das klingt wie ein Szenario aus einem Science-Fiction-Roman. In den USA werden solche mathematisch-statistische Methoden, mit denen potenzielle Straftäter und Straftaten an bestimmten Orten errechnet werden, schon längst genutzt. In Deutschland dagegen ist der Einsatz dieser als Predictive Policing bekannt gewordene Strategie bislang nur bei der Vorhersage von Wohnungseinbrüchen in bestimmten räumlichen und zeitlichen Grenzen erlaubt. Die Vorhersage basiert auf dem sogenannten „Near Repeat“-Phänomen; man geht also davon aus, dass Wohnungseinbrüche nicht selten in zeitlicher und räumlicher Nähe weitere Einbruchsdelikte nach sich ziehen. Wird eine solche Prognose erstellt, kann die Polizei Maßnahmen ergreifen, um Einbrüche in dem speziellen Gebiet zu verhindern.

Doch wird es hierzulande dabei bleiben? Vor dem Hintergrund der zunehmenden digitalen Überwachung und Datenerfassung in allen Lebensbereichen ist zu erwarten, dass Algorithmus-basierte Technologien bald auch in anderen Bereichen der Polizeiarbeit und der Strafjustiz Einzug halten. Angesichts von Personalnot und knapper öffentlicher Kassen ist diese Ressourcen schonende Strategie durchaus attraktiv. Zugleich gilt es aber mögliche rechtliche und gesellschaftliche Probleme zu erkennen und zu klären. Die aktuelle Ausgabe (Hälterlein, Jens & Ostermeier, Lars (Guest Editors). Special Issue: Predictive Security Technologies. In: European Journal for Security Research. Volume 3, Issue 2, Springer, Berlin, 2018) vermittelt einen Überblick über die Anwendung und Wirksamkeit, den wissenschaftlichen Forschungsstand sowie mögliche Chancen und Risiken von Predictive Security Technologies.