PRE-CRIME – Willkommen in deinem “Minority Report” © Pixabay

Filmvorführung mit Regisseur Matthias Heeder und anschließender Podiumsdiskussion


Ein hochoffizieller Brief mit einem schier unglaublichen Inhalt. Der Empfänger erfährt von der Polizei, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit in nächster Zukunft in ein Verbrechen verwickelt sein wird. Er ist kein Krimineller, doch die Polizei ist sich sicher, die richtige Person im Visier zu haben. Wer solch einen Brief erhält, steht auf der Heat-List – einer Liste mit den potenziellen Verbrechern von morgen.

PRE-CRIME zeigt: Was nach einem Science-Fiction-Szenario im Stil von „Minority Report“ klingt, ist in Städten wie Chicago, London oder München längst Realität. Ob wir gefährlich sind oder nicht, wird schon heute von Polizeicomputern entschieden. Predictive Policing nennt sich die Methode.

Jeder Bürger gibt mit seinen Daten etwas über sich preis – über sein Kaufverhalten, seine Bewegungsmuster, seine Kontakte. Computer sammeln diese Daten aus unterschiedlichsten Quellen, werten Aufnahmen von Überwachungskameras aus und berechnen auf dieser Grundlage die Wahrscheinlichkeit von kriminellen Handlungen. Der Film reist um die halbe Welt und stellt Menschen vor, die täglich mit dieser Technologie arbeiten und sie weiter entwickeln. Zu Wort kommen aber auch Menschen, die zu den Opfern dieser Technologie wurden.

Das Thema Predictive Policing steht auch im Fokus einiger Freiburger Wissenschaftler, die sich gesellschafts- und rechtswissenschaftlich mit dem Thema auseinandersetzen. In diesem Zusammenhang  gibt es im Anschluss an die Sondervorstellung eine Gesprächsrunde mit dem Regisseur von PRE-CRIME, Matthias Heeder, sowie folgenden Experten:

  • Dr. Jens Hälterlein; Centre for Security and Society der Universität Freiburg (Moderation); Forschungsschwerpunkte: Techniksoziologie, Soziologie sozialer Kontrolle, Videoüberwachung und Predictive Policing.
  • Dominik Gerstner; Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht Freiburg; Forschungsschwerpunkte: Predictive Policing, Kriminologische Theorien, Analyse sozialer Netzwerke.
  • Dr. Timo Rademacher, Institut für Medien- und Informationsrecht der Universität Freiburg; Forschungsschwerpunkte: Recht der Informationsgesellschaft, insbesondere Big Data und Predictive Policing.
  • Dr. Benjamin Rusteberg, Institut für Staatswissenschaft & Rechtsphilosophie der Universität Freiburg; Forschungsschwerpunkte: Polizei- und Ordnungsrecht, Sicherheitsrecht, Grundrechte.