Otto-Hahn-Medaille für Daniel Burke © privat

Daniel Burke, Doktorand am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht, erhält die Otto-Hahn-Medaille. Die Auszeichnung wird verliehen für die Promotion „Der Schutz kartellrechtlicher Kronzeugen vor strafrechtlicher Sanktion – Eine Untersuchung zu Not­wendigkeit und Gestaltung einer Kronzeugenregelung im deutschen Kartellstrafrecht“.


Die Dissertation analysiert für das deutsche Recht in erfolgreicher Weise die bestehenden Kohärenzdefizite beim Schutz kartell­rechtlicher Kronzeugen vor strafrechtlicher Verfolgung wegen der Taten, die sie im ordnungswidrigkeitenrechtlichen Kron­zeu­gen­antrag gegenüber der Kartellbehörde aufgedeckt haben. Zur Lösung der identifizierten Probleme entwickelt die Arbeit unter Berücksichtigung der verfassungsrechtlichen Vorgaben und der strafprozessualen Systematik einen konkret ausformulierten Reformvorschlag für eine kartellstrafrechtliche Kronzeugenregelung, der den bereichsspezifischen Besonderheiten Rechnung trägt. Die herausragende Dissertation berücksichtigt dabei Grundlagen der Verhaltensökonomie und profitiert von einer einschlägigen Analyse der US-amerikanischen Rechtslage.

Jedes Jahr zeichnet die Max-Planck-Gesellschaft junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende Leistungen in ihrer Doktorarbeit aus. Die Otto-Hahn-Medaille ist mit einer Anerkennung von 7500 Euro verbunden. Durch die Preisverleihung sollen Talente zu einer späteren Hochschul- oder Forscherkarriere motiviert werden. Die Medaille ist nach dem deutschen Chemi­ker und Nobelpreisträger Otto Hahn (1879-1968) benannt, der von 1948 bis 1960 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft war.


Literatur:
Burke, D. (2020). Schutz kartellrechtlicher Kronzeugen vor strafrechtlicher Sanktion : eine Untersuchung zu Notwendigkeit und Gestaltung einer Kronzeugenregelung im deutschen Kartellstrafrecht (Vol. S 170) Schriftenreihe des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht : Strafrechtliche Forschungsberichte. Berlin: Duncker & Humblot.