Jahrbuch-Highlights der Max-Planck-Gesellschaft erschienen © MPG

Jedes Jahr legt die Max-Planck-Gesell­schaft einen wissenschaftlichen Tätig­keitsbericht in Form des Jahr­buchs als Rechenschaftslegung gegenüber der Öffentlichkeit und ihren Zuwen­dungs­gebern vor. Dieses Jahr stehen insbesondere Forschungen zur Theorie und Praxis der Covid-19-Eindämmung im Fokus. 15 Beiträge, die besonders für das Nicht-Fachpublikum geeignet und interessant sind, schaffen es in die Highlights-Ausgabe. In diesem Jahr ist erneut ein Beitrag aus Freiburg unter den ausgesuchten Berichten.


„Das Dilemma der Triage“. So heißt der Bericht über ein Projekt, das im vergangenen Jahr am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht durchgeführt wurde und das jetzt in den Jahrbuch-Highlights der Max-Planck-Gesellschaft erschienen ist.

Die COVID-19-Pandemie hat zeitweise dazu geführt, dass nicht alle lebensgefährlich Erkrankten behandelt werden konnten. Ein Triage-Gesetz existiert nicht. Welche Auswahlkriterien – wie Alter oder die Erfolgsaussicht einer Behandlung – angemessen und zulässig sind und wer diese festlegt, ist hochumstritten. Welche Vorgaben ergeben sich aus der Verfassung und dem Strafrecht? Ist Ex-post-Triage eine Straftat? Die Strafrechtsprofessorin Tatjana Hörnle arbeitet diese ethischen und rechtlichen Fragen auf.

Jahrbuch-Highlights (Bericht Dilemma der Triage S. 42)

Weitere Literatur:
Hörnle, T., Huster, S., & Poscher, R. (Hrsg.). (2021). Triage in der Pandemie. Tübingen: Mohr Siebeck. doi:10.1628/978-3-16-160202-3