Vici-Grant für Willem Frankenhuis

Max-Planck-Forscher erhält prestigeträchtige Förderung vom niederländischen Forschungsrat

27. Februar 2026

Willem Frankenhuis wird künftig vom niederländischen Forschungsrat (NWO) mit einem Vici-Grant gefördert. Der Kriminologe und Psychobiologe erhält die Fördermittel für sein Projekt zu kognitiven Fähigkeiten unter Stressbedingungen.

Willem Frankenhuis, Professor für evolutionäre Psychobiologie an der Universität Amsterdam und Senior Researcher am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht, hat den renommierten Vici-Grant des niederländischen Forschungsrats (NWO) zugesprochen bekommen.

Die Fördermittel werden für sein Forschungsprojekt mit dem Titel „Mental abilities in stressful environments“ (kognitive Fähigkeiten unter Stressbedingungen) bewilligt. Dieses Projekt untersucht, wie eine stressbelastete Kindheit Entwicklung und Lernen beeinträchtigen kann, und erforscht zugleich, wie sich Menschen an solche herausfordernden Bedingungen anpassen und manchmal sogar gesteigerte kognitive Fähigkeiten entwickeln.

Frühere Studien haben gezeigt, dass bestimmte Aufgabenkontexte – etwas monetäre Anreize – die Leistung von Personen aus stressbelasteten Umgebungen entweder verbessern oder beeinträchtigen können. Mittels speziell gestalteter Aufgaben, die sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Leistung sichtbar machen, untersucht Frankenhuis‘ aktuelles Projekt, wie Aufgabenkontexte drei zentrale kognitive Fähigkeiten beeinflussen, die für zielgerichtetes Denken und Handeln entscheidend sind: Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Impulskontrolle. Die Forschungsergebnisse werden Impulse für innovative Ansätze in Bildung, Politikgestaltung und Interventionsstrategien liefern.

Über Vici:

Vici ist eines der größten Forschungsförderungsinstrumente in den Niederlanden und richtet sich an erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Es ermöglicht ihnen, eine eigene innovative Forschungsrichtung zu entwickeln und eine Forschungsgruppe aufzubauen. Im Jahr 2025 wurden 39 von 384 eingereichten Anträgen bewilligt. Pro Grant stehen bis zu 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.

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