„Bringing Technology to Justice-Involved Youth”
Neue Open-Access-Publikation zum Einsatz von Technologie in der Jugendstrafjustiz
Kriminologinnen und Kriminologen des niederländischen Lorentz Centers und des Freiburger Max-Planck-Instituts haben erarbeitet, wie digitale Tools eingesetzt werden können, um straffällig gewordene Jugendliche besser psychologisch zu begleiten und ihr Rückfallrisiko zu senken. Die Ergebnisse sind nun in einer Open-Access-Publikation erschienen.
Die Sonderausgabe von Research on Child and Adolescent Psychopathology präsentiert die Ergebnisse eines fünftägigen internationalen Workshops, bei dem Kriminologen und Praktikerinnen im Januar 2025 im Lorentz Center in Leiden zusammenkamen, um den Einsatz von Technologie in der Jugendstrafjustiz zu untersuchen.
Die Beiträge zeigen unterschiedliche Möglichkeiten, wie digitale Tools bestehende Praktiken verbessern und neue Ansätze für die Arbeit mit dieser Zielgruppe erschließen können. Zu lesen sind überzeugende Fallstudien, die belegen, dass technologiegestützte Maßnahmen deutlich effizienter als herkömmliche Methoden sein können; außerdem werden die ethischen Verantwortlichkeiten, die mit dieser Entwicklung einhergehen, ausführlich diskutiert. Zugleich stellen die Autorinnen und Autoren fest, dass digitale Tools in der Jugendstrafjustiz bislang kaum eingesetzt werden – obwohl straffällige Jugendliche als Digital Natives besonders von Technologie profitieren könnten.
Das Magazin Research on Child and Adolescent Psychopathology ist die offizielle Zeitschrift der International Society for Research in Child and Adolescent Psychopathology (ISRCAP).
