„Demokratie kann sich wehren und sie muss es auch“ 

Elisa Orrù im Deutschlandfunk über hybride Bedrohungen

23. Oktober 2025

Demokratien sind zahlreichen Bedrohungen ausgesetzt. Doch sie können und müssen sich nach Ansicht der Demokratieforscherin Elisa Orrù wehren. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk zeigt sich Orrù zuversichtlich, dass Demokratien die Ressourcen dafür haben. Wichtig sei der Zugriff auf sichere und vertrauenswürdige Informationen. 

Ist unsere Demokratie mit ihren institutionellen Beschränkungen gegen hybride Bedrohungen von innen und außen gut gerüstet? Kann sie sich angemessen wehren? Das waren die Fragen eines Interviews des Deutschlandfunks mit der Philosophin und Max-Planck-Wissenschaftlerin Elisa Orrù. 

Demokratie kann sich wehren, und sie müsse es auch, sagte Orrù. Demokratische Strukturen und Debatten seien zwar komplex und anstrengend, doch die Demokratien hätten die Ressourcen, um sich zu verteidigen. Historisch gesehen seien autokratische und diktatorische Regimes auf Dauer nicht besonders erfolgreich gewesen.

„Demokratien haben die Ressourcen, um den Gefahren von innen und außen zu begegnen.“
Elisa Orrù

Elisa Orrù sieht es als notwendig an, die Lebendigkeit der demokratischen Debatte zu stärken und zu unterstützen. Wichtig sei dabei auch, dass die Menschen auf sichere, zuverlässige und vertrauenswürdige Informationen zugreifen könnten, etwa im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen und Rundfunk.

Orrù betont zudem, wie wichtig es ist, dass die Demokratie sich immer nur innerhalb ihrer institutionellen Beschränkungen wehre. „Wenn wir die demokratischen Grundsätze untergraben, dann haben wir den Akteuren, die die Demokratie destabilisieren wollen, dabei geholfen, ihre Ziele zu erreichen“, so die Philosophin.

Zum vollständigen Interview (8:52): www.deutschlandfunk.de

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